Mathier verteidigt seinen Titel
Sie waren auch in der Dekade von 2016 bis 2026 wiederum das erfolgreichste Weingut am Grand Prix du Vin Suisse (GPVS). Somit gelingt Adrian & Diego Mathier Nouveau Salquenen AG ein ganz besonderer, ja einmaliger Coup! Die Domäne in Salgesch verteidigt den wertvollsten Titel im Rahmen des GPVS, der nur alle zehn Jahre vergeben wird, und ist erneut das «Weingut des Jahrzehnts». Der Titel beweist: Dieses Weingut erbringt seit 20 Jahren in Folge qualitative Höchstleistungen!
Die Gäste des traditionellen Gala-Abends in Bern, der alljährlich den GPVS feierlich abschliesst, kennen ein Weingut besonders gut. Denn nicht weniger als 19-mal standen Nadia und Diego Mathier, meistens begleitet von ihrem Kellermeister Cédric Leyat, in den letzten zehn Jahren auf dem Podium und nahmen einen Pokal entgegen. Neunmal stiegen sie dabei auf die oberste Stufe des Podestes, welche den Kategoriensiegern vorbehalten ist. Und im Jahr 2018 errangen sie den Titel «Weingut des Jahres», den sie zuvor schon zweimal errungen hatten. Kein anderes Weingut kann solch einen Palmarès vorweisen. Nur zweimal in seiner 20-jährigen Geschichte wurde der Titel für das «Weingut des Jahrzehnts» vergeben. Und zweimal hiess der Titelträger Adrian & Diego Mathier Nouveau Salquenen AG. Es ist der ultimative Beweis dafür, dass dieses Weingut nun seit 20 Jahren, also mehr als ein halbes Winzerleben lang, qualitative Massstäbe setzt.
Als Nadia und Diego Mathier im Herbst 2007 bei der allerersten Austragung des GPVS die Auszeichnung zum «Weingut des Jahres» entgegennahmen, waren sie ein junges Winzerpaar in den frühen 30er-Jahren. Heute stehen sie auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und werden dabei zunehmend von ihren fünf Töchtern unterstützt. Ihre Erfolge am GPVS beruhen zu einem grossen Teil auf drei Weinlinien. Les Pyramides, benannt nach den Erdpyramiden in der Raspille-Schlucht, welche die Grenze zwischen dem Ober- und dem Unterwallis bildet, sind Selektionen, welche die Charakteristik der Walliser Rebsorten in purer, edler und charaktervoller Art verkörpern. Noch eine Spur höher einzustufen sind die den Familienmitgliedern gewidmeten Weine, jeder für sich ein Walliser Spitzencru. An der Spitze der Qualitätspyramide stehen die L’Ambassadeur de Diego Mathier, die rote Version ist ein Pinot Noir, der Weisswein eine Assemblage aus Marsanne, Heida und Petite Arvine. Alle diese Weine haben am GPVS immer wieder Topresultate erzielt. Und weil man sich ja keinesfalls auf seinen Lorbeeren ausruhen will, wurde vor wenigen Jahren mit La Folie eine weitere Toplinie lanciert.
Der erneute Gewinn des Titels «Weingut des Jahrzehnts» dürfte der Familie Mathier ein Luxusproblem bereiten. Als sie vor zehn Jahren diesen Titel erstmals gewannen, organisierten die Mathiers in der Simplon-Halle in Brig ein Fest für über tausend Anhänger des Gutes. 50 Käseprofis verarbeiteten zu Live-Musik gewaltige Mengen von Käse zu Raclette. Am Schluss des Abends sollen mehr als 1100 leere Flaschen gezählt worden sein. «Geniesst unsere Selektionen ohne zu grosse Bescheidenheit, schliesslich brauchen wir im Keller Platz für den nächsten Jahrgang», hatte zuvor Diego Mathier seinen Anhängern im Stil eines Volkstribuns zugerufen. Man darf gespannt sein, wie er den Gewinn dieses prestigeträchtigen Titels diesmal feiern wird.
Familie Mathier
Über 60 Einwohner von Salgesch tragen den Namen Mathier. Diego und Nadia Mathier führen das 1951 von Ferdinand Mathier gegründete Weingut seit 2001 und werden von ihren fünf Töchtern unterstützt, die heute alle im Betrieb aktiv sind. Diego (1970) studierte an der HSG und arbeitete zunächst bei der heutigen UBS. Die Entscheidung zwischen einer Karriere in New York und dem Familienweingut fiel zugunsten der Heimat aus. Eine wichtige Rolle spielt Kellermeister Cédric Leyat, der seit 1991 bei den Mathiers tätig ist. Die Familie bewirtschaftet 50 Hektar Reben und kauft Trauben von weiteren 70 Hektar dazu. Rund 65 Weine entstehen. Das Unternehmen, zu dem auch zwei Weinhandlungen in der Deutschschweiz gehören, beschäftigt etwa 60 Mitarbeiter.

